Bezirkstag des VDA Bezirk Sachsen 2014


Im Frühjahr hatten wir auf der Bezirksversammlung in Naußlitz beschlossen, für etwas mehr Abwechslung bei den Bezirkstagungen zu sorgen, um neuen Schwung in das Vereinsleben zu bringen. Die Gedanken gingen dahin gehend, dass im jährlichen Wechsel jeweils eine Veranstaltung mit Vorträgen und ein anderes Mal der Besuch einer allgemein interessierenden  Veranstaltung/Ausstellung/Zoo  durchgeführt werden sollte. Gesagt, getan: Für Oktober wurde der Besuch des Berliner Zoo-Aquariums mit einer Führung „hinter den Kulissen“  geplant. Endlich war es so weit und die Mitglieder der verschieden Fachgruppen, manche auch einschließlich ihrer Partner und Kinder, trafen sich nach individueller Anreise an vereinbarter Stelle. Wir wurden schon von Herrn Thomas Große erwartet, der sich freundlicherweise bereit erklärt hatte, uns einige Stunden durch das gesamte Gebäude zu führen und zum Abschluss einen Vortrag über seine Venezuela- Reisen zu halten. Aber dazu später. Am Anfang des Rundganges erfuhren wir etwas über die Geschichte des Berliner Zoo-Aquariums. Die Eröffnung fand im August 1913 statt. Nach der fast völligen Zerstörung im November 1943 begann man mit dem schrittweisen Wiederaufbau und so konnten die einzelnen Etagen zwischen 1952-1959 wieder eröffnet werden. In den Siebzigern stand man, bedingt durch den baulichen Zustand, vor der Entscheidung Neubau oder Sanierung. Es wurde aus verschiedenen Gründen Letzteres gewählt. Nach erfolgtem Ausbau fand die Wiedereröffnung 1981 mit 5 großzügig geschaffenen Landschaftsaquarien statt. Die sukzessive Sanierung des Altgebäudes wurde 1983 abgeschlossen und somit in der Gestalt, wie wir es heute kennen. Die Ausstellungsräume erstrecken sich über 3 Etagen und beherbergen über 13000 Tiere von mehr als 1000 Arten. Hervorzuheben sind dabei auch die ca. 300 Arten Niedere Tiere, insbesondere der Quallen, bei deren Haltung und Vermehrung weltweit anerkannte Pionierarbeit geleistet wird. Uns erwartete eine Vielzahl an Aquarien der verschiedensten Habitate, wie 2x Korallenmeer, 2x Südamerika, 1x Südostasien sowie das Rundum-Becken, um nur die Größten zu nennen. Natürlich beeindruckte auch die Vielzahl der Terrarien und Großanlagen, wie z.B. die der Strahlenschildkröten oder Leguane. Nicht zu vergessen natürlich die begehbare Krokodilabteilung. Zum besseren Handling hatten wir uns in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Truppe machte erst den normalen Rundgang, die andere begab sich hinter die Kulissen, abseits des Besucherstromes. Dies war natürlich für viele ein völlig neues Erlebnis, nicht nur wegen der fachkundigen und kurzweiligen Erläuterungen von Herrn Thomas Große. Man bekam einen Eindruck, wie viel Wasseraufbereitungs-, Nachzucht- und Quarantänebecken, Technik, Futter sowie nicht zuletzt Arbeit  notwendig sind, um den ordnungsgemäßen Betrieb überhaupt aufrecht zu halten. In ca. 1,5 h konnten wir alle wichtigen Stationen durchlaufen, bevor die Gruppen ausgetauscht wurden. Nach einer kurzen Stärkung in der Zoo-Gaststätte kamen wir dann zum zweiten Teil, dem Vortrag von Herrn Thomas Große. Er entführte uns nach Venezuela, um uns die Fauna und Flora dieses südamerikanischen Landes mit beeindruckenden Bildern und Fachkenntnis näher zu bringen. Im Anschluss gab es natürlich in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen noch so manche „Fachsimpelei“.                                         Das Zoo-Aquarium Berlin ist immer einen Besuch wert.